Inselhüpfen-Reiseleiter
Klaus Schenk


Klaus Schenk
Reiseleiter Klaus Schenk
Reiseleiter Klaus Schenk

Bei mir kann man sagen: Das Radfahren hat Tradition! Schon in den 70er Jahren bin ich als Schüler auf selbst gebastelten Rädern gesessen. Damals sammelte ich halbe Fahrräder vom monatlichen Sperrmüll, um diese in alle Einzelteile zu zerlegen und daraus wieder ganze Fahrräder zu basteln. Ich erinnere mich an 22 Unikate, die ich von Zeit zur Zeit an glückliche Endkunden verkauft hatte.

Meine handwerklichen Fähigkeiten halfen mir zwar, eine dreijährige Ausbildung zum Industriemechaniker in Berlin zu durchlaufen, meine Bestimmung sah ich jedoch in der „Frei-Zeit-Gesellschaft“. So wurde ich Student an der FU Berlin!

Spanische Philologie und Geografie veranlassten mich, vier Jahre als Globetrotter die Welt zu erkunden. Zum „Spanisch Lernen“ ging ich zunächst nach Nord-Spanien, in die Rioja. Ich kam zum Waschmaschinen Reparieren bei einer gastfreundlichen Familie unter und konnte so Land und Leuten „studieren“. Später zog ich die südamerikanischen Staaten zwischen Kolumbien und Argentinien zum „Spanisch Lernen“ vor. Über drei Jahre flog ich immer wieder nach Ecuador (da kenn ich nun jeden Winkel), Peru, Bolivien, Chile.

Auf einem 30 Tage dauernden Rad-Trekking durch Süd-Chile und Argentinien reifte der Gedanke mich alsbald der Frei-Zeit-Gesellschaft abzuwenden und endlich konkrete Projekte zu beginnen. Ich beendete das Studium (mit der Zwischenprüfung)...

Ich schrieb 16 Briefe an Agenturen, die so etwas wie „Radreisen“ veranstalteten und so rutschte ich als ahnungsloser Möchtegern-Touristiker in die Freizeit-Industrie an den Bodensee.

Sechs Jahre der Reiseleitung für Rad- und Wanderreisen brachten mich in nahezu jeden Winkel Europas.

Mir wurde in der ganzen Zeit klar: Die „Rad-Reise“ ist eine der intensivsten Reiseformen, die es gibt. Sie geht nahezu optimal auf die Bedürfnisse nach Freiheit, Naturverbundenheit und Mobilität ein. Die schönsten Reise-Erinnerungen habe ich durch das Radfahren: Die unglaublichen malerischen Panoramastraßen Europas, alte Pass-Straßen, Rufe und Begeisterung der Einheimischen am Wegesrand, das Fluchen und Stöhnen der Mitreisenden bei langer Steigung, die grandiose Aussicht ins Tal, die berauschende und mühelose Abfahrt danach und die begeisternden Gespräche und frohen Blicke der frisch geduschten Reiseteilnehmer bei der Abendmahlzeit.

Auf zwei Reisen lernte ich Peter Eich kennen, der Kreis-Sprecher vom ADFC Konstanz war. Diese Begegnung führte ein Jahr später zur Gründung von ZeitReisen in der Mainaustraße. Unsere ersten Gehversuche machten wir 1998 mit einer kombinierten Rad- und Schiffsreise mit einem der einfachen Motorsegler in der Adria... und das Inselhüpfen war geboren.