Aufgewachsen im Schatten der Ravensburger Spielefabrik, bereitete er sich schon als Pimpf mit Taschenmesser und Kompass bewaffnet bei den Pfadfindern in den düsteren Wäldern um seinen Heimatort auf die möglichen Gefahren des Reiseleiterdaseins vor.
Die zweite und wesentlich härtere Etappe der Ausbildung absolvierte er ein paar Jahre später in einem eigens dazu angelegten Münchner Intensiv-Trainingslager: den Bavaria Filmstudios. Während seiner zweijährigen Tätigkeit als Tourguide dort, schulte er sowohl sein Gehör für die absonderlichsten Dialekte, als auch psychologisches Einfühlungsvermögen gegenüber der verschiedensten Testgruppen.
Zu Hause ist er seit mehreren Jahren in München. Doch „zu Hause“, was heißt das schon? Ist das nicht immer der Ort, an den man sich gerade am wohlsten fühlt? Das wären bei ihm so einige, denn wann immer es ihm in seiner Studenten-WG zu eng wird, geht es mit dem Rucksack in die weite Welt hinaus. Von Afrika über Thailand und Amerika hat er dabei auch schon so einige Länder bereist. (So kommt es auch, dass er mittlerweile fast schon besser türkisch als bayerisch spricht.)
Zum „Leid“ seiner Mitbewohner hat er bei der Rückkehr manchmal die exotischsten Kochrezepte im Gepäck, mit denen der Hobbykoch sie gerne „verwöhnen“ möchte... doch wenn sie eine passende Ausrede parat haben, muss kurzerhand die Freundin für ein „Candlelight Döner“ herhalten.
Doch zur Erholung muss es nicht unbedingt ein fernes Land sein: Häufig trifft man ihn auch mit Zelt, Schlafsack, Isomatte und Gaskocher unter dem Arm im Münchner Outback beim Wandern oder Klettern.
Die Anforderungen seines Nebenfaches Ethnologie überschneiden sich glücklicherweise mit seinem Interesse für Dokumentarfilme. Ein bayerischer Männergesangsverein bot ihm seine erste Gelegenheit zum Dreh. Sein Wunsch für die Zukunft ist, irgendwann auch in ferneren Ländern eigene Filme aufzunehmen.